Glöck

Die Glöck

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Die Niersteiner „Glöck“ unterhalb der St. Kilianskirche ist die nachweislich älteste Weinberglage Deutschlands – und nicht nur für ihre ausgezeichneten Weine bekannt, sondern sogar in einem Lied besungen:
Als Herzog Karlemann von Frankenland
Gezogen kam an des Rheines Strand,
Der Glocken Akkord in machtvollem Sang
Zu Nierstein ihm entgegen klang.

Und festlich treten die Ratsherren hin,
Kredenzen dem Fürsten in treuem Sinn
Zum Gruss den goldenen Ehrenwein.
Die Glocken rufen schallend darein.

Der Herzog trinkt bis zur Neige das Glas
Und fragt: wo quillt das köstliche Nass?
Am Hügel dort, wo das Gotteshaus steht
Und der Glocken Getön darüber weht.

Darauf Karlemann sinnend zum Hügel schaut,
Hebt hoch das Glas und rufet laut:
„Das ist der wahre Wein am Rhein!
Die Glöck soll er geheißen sein!“

Tja, so soll die Weinlage „Glöck“ laut ihrem ehemaligen Besitzer Philipp-Josef Finck zu ihrem Namen gekommen sein. Wer aber ist dieser „Karlmann“, der im Gedicht den Wein und seine Lage so lobt? Das weiß Hans-Peter Hexemer vom Niersteiner Geschichtsverein:
[Zoom 29]
„Wir sind im Jahre 742 in der Karolinger Zeit. Und Karlmann war ein Verwandter von Karl dem Großen und ist in dieser Zeit von Pfalz zu Pfalz gezogen und hat seine Güter besichtigt.* Und die erste Urkundliche Erwähnung Niersteins geht ja auch auf das Jahr 742 zurück.“ […] Und vor diesem Hintergrund entstand auch die schöne Geschichte, dass der Karlmann die Glocken gehört hat und daraufhin den Namen Glöck in die Welt gesetzt hat.“
Ok, und diese Geschichte stimmt?
„Das eine sind die historischen Urkunden, das andere sind schöne Legenden. An dieser Stelle hält Nierstein lieber an der Legende fest.“
Fakt ist jedenfalls, dass der Wein der Glöck tatsächlich ausgesprochen gut und auch mehrfach ausgezeichnet ist! Und das ist ja irgendwie die Hauptsache. Also, Prost Karleman, auf dich, dein Gedicht und die Glöck!

Route zur nächsten Station:

Katholisches Pfarrhaus

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Als Herzog Karlemann von Frankenland
Gezogen kam an des Rheines Strand,
Der Glocken Akkord in machtvollem Sang
Zu Nierstein ihm entgegen klang.

Und festlich treten die Ratsherren hin,
Kredenzen dem Fürsten in treuem Sinn
Zum Gruss den goldenen Ehrenwein.
Die Glocken rufen schallend darein.

Der Herzog trinkt bis zur Neige das Glas
Und fragt: wo quillt das köstliche Nass?
Am Hügel dort, wo das Gotteshaus steht
Und der Glocken Getön darüber weht.

Darauf Karlemann sinnend zum Hügel schaut,
Hebt hoch das Glas und rufet laut:
„Das ist der wahre Wein am Rhein!
Die Glöck soll er geheißen sein!“

Tja, so soll die Weinlage „Glöck“ laut ihrem ehemaligen Besitzer Philipp-Josef Finck zu ihrem Namen gekommen sein. Wer aber ist dieser „Karlmann“, der im Gedicht den Wein und seine Lage so lobt? Das weiß Hans-Peter Hexemer vom Niersteiner Geschichtsverein:
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„Wir sind im Jahre 742 in der Karolinger Zeit. Und Karlmann war ein Verwandter von Karl dem Großen und ist in dieser Zeit von Pfalz zu Pfalz gezogen und hat seine Güter besichtigt.* Und die erste Urkundliche Erwähnung Niersteins geht ja auch auf das Jahr 742 zurück.“ […] Und vor diesem Hintergrund entstand auch die schöne Geschichte, dass der Karlmann die Glocken gehört hat und daraufhin den Namen Glöck in die Welt gesetzt hat.“
Ok, und diese Geschichte stimmt?
„Das eine sind die historischen Urkunden, das andere sind schöne Legenden. An dieser Stelle hält Nierstein lieber an der Legende fest.“
Fakt ist jedenfalls, dass der Wein der Glöck tatsächlich ausgesprochen gut und auch mehrfach ausgezeichnet ist! Und das ist ja irgendwie die Hauptsache. Also, Prost Karleman, auf dich, dein Gedicht und die Glöck!

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