Geismarerhof

Geißmarer Hof

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Wenn Sie mal an Ihre Familiengeschichte denken: Wie weit können Sie die eigentlich zurückverfolgen. Bis zu den eigenen Großeltern, zu den Urgroßeltern? Viel weiter wahrscheinlich nicht, oder?

 

Woher aber weiß man nun etwas über die Geschichte und die Besitzer der alten Niersteiner Höfe, die über Generationen zum Teil bis ins 12. Jahrhundert zurückgehen? Nun, meist aus alten Urkunden, die den Grundbesitz oder Schenkungen regelten. Oder aus anderen Schriften wie Kirchenbücher oder Gerichtsakten. Im Fall des Geißmarer Hofs findet sich im „Protokollbuch des Niersteiner Rittergerichts“ ein – naja, sagen wir „pikanter“ – Eintrag aus dem Jahr 1657. Da nämlich verklagte der hier im Geißmarer Hof ansässige Adelige Johann Heinrich II Mosbach von Lindenfels den Knecht aus dem Haus „Zum Weißen Schwan““ wegen tätlichen Angriffs und Beleidigung. Der hatte nämlich gehöhnt, dass der „kahle Edelmann“ seinen eigenen Knecht nicht zahlen könne und seine Liebste eine „leichtfertige Frau“ sei.“ In anderen Worten: „Der Glatzkopf ist pleite und seine Frau ein Luder!“ Was für ein Affront! Der Edelmann war darüber so erzürnt, dass er gar die Todesstrafe für den Knecht forderte. Doch das hohe Rittergericht winkte ab – die beiden Streithähne hatten wohl beide ein bisschen tief ins Glas geschaut. Und damit hatte man in Nierstein schon immer Nachsicht… Heute wohnen hier im Geißmarer Hof natürlich ganz freundliche und friedfertige Leute. Doch die Geschichte zeigt: überliefert ist halt immer nur das, was auch dokumentiert wurde.

 

Tja, und damit sind wir auch am Ende unserer kulTour 1. Wenn Sie die Oberdorfstraße nun wieder zurückgehen, sind Sie in knapp in 5 Minuten wieder am Marktplatz. Dort gibt es Möglichkeiten sich nach unserer Tour zu Stärken oder bei einem Gläschen Niersteiner Wein unsere Tour noch einmal Revue passieren zu lassen.
Wenn Sie mehr über die Geschichte Niersteins erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen die Bücher und Hefte des Geschichtsvereins. Den Link dazu finden Sie auf hier auf der Website.
Oder Starten Sie bei Gelegenheit unsere kulTour 2 – die geht vom Niersteiner Rathaus gleich hier um die Ecke in der Bildstockstraße über Deutschlands älteste Weinlage zum Wartturm.

 

Hat Ihnen unserer Tour gefallen? Dann erzählen Sie es gerne weiter! Wir freuen uns drüber!

Route zum Marktplatz:

Angekommen?

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Viel weiter wahrscheinlich nicht, oder? Woher aber weiß man nun etwas über die Geschichte und die Besitzer der alten Niersteiner Höfe, die über Generationen zum Teil bis ins 12. Jahrhundert zurückgehen? Nun, meist aus alten Urkunden, die den Grundbesitz oder Schenkungen regelten. Oder aus anderen Schriften wie Kirchenbücher oder Gerichtsakten. Im Fall des Geißmarer Hofs findet sich im „Protokollbuch des Niersteiner Rittergerichts“ ein – naja, sagen wir „pikanter“ – Eintrag aus dem Jahr 1657. Da nämlich verklagte der hier im Geißmarer Hof ansässige Adelige Johann Heinrich II Mosbach von Lindenfels den Knecht aus dem Haus „Zum Weißen Schwan““ wegen tätlichen Angriffs und Beleidigung. Der hatte nämlich gehöhnt, dass der „kahle Edelmann“ seinen eigenen Knecht nicht zahlen könne und seine Liebste eine „leichtfertige Frau“ sei.“ In anderen Worten: „Der Glatzkopf ist pleite und seine Frau ein Luder!“ Was für ein Affront! Der Edelmann war darüber so erzürnt, dass er gar die Todesstrafe für den Knecht forderte. Doch das hohe Rittergericht winkte ab – die beiden Streithähne hatten wohl beide ein bisschen tief ins Glas geschaut. Und damit hatte man in Nierstein schon immer Nachsicht… Heute wohnen hier im Geißmarer Hof natürlich ganz freundliche und friedfertige Leute. Doch die Geschichte zeigt: überliefert ist halt immer nur das, was auch dokumentiert wurde.

 

Tja, und damit sind wir auch am Ende unserer kulTour 1. Wenn Sie die Oberdorfstraße nun wieder zurückgehen, sind Sie in knapp in 5 Minuten wieder am Marktplatz. Dort gibt es Möglichkeiten sich nach unserer Tour zu Stärken oder bei einem Gläschen Niersteiner Wein unsere Tour noch einmal Revue passieren zu lassen.
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