Weingut Finck

Weingut Finck
19. Jhd.

  • Deutsch
    • Englisch
    • Französisch
    • Niederländisch

Wer heute vor dem Niersteiner Rathaus steht, weiß vielleicht nicht, dass es einmal eines der bedeutendsten Weingüter in Rheinhessen war.

Doch von vorne: Alles begann damit, dass der Mainzer Unternehmer Philipp-Josef Finck 1847 ein Schnäppchen machte: er kaufte an anderer Stelle in Nierstein sehr günstig ein Weingut. Er erwarb noch ein paar Weinberge hinzu und kaufte dann vom Grafen Buol-Schauenstein Niersteins Weinlage „Glöck“, die schon damals um 1850 als „Lage von europäischem Ruf“ angepriesen wurde. Und als findiger Geschäftsmann, der er war, machte Philip-Josef Finck seine Glöck-Weine zu einer Marke. Es gab ein eigenes Logo, einen Mythos und sogar ein Lied über die Glöck ließ er komponieren. Heute würde man sagen: gutes Image und schlaues Marketing – damals aber war das neu! Fincks Markenzeichen – ein kleiner Fink auf einer Glocke – ließ er sich patentieren und auf die Etiketten seiner Flaschen drucken. Und da die Glöck-Rieslinge zudem auch wirklich sehr gute Weine waren, verbuchte er einen Erfolg nach dem anderen. Zum Beispiel 1867 bei der Weltausstellung in Paris oder 1893 in Chicago. Fincks Glöck-Weine und sein unternehmerisches Geschick mehrten so auch den guten Ruf der Rheinhessenweine insgesamt in der ganzen Welt.
Nach dem Erwerb der Glöck ließ Finck ein neues Gutsgebäude errichten: eine herrschaftliche Dreiflügelanlage im klassizistischen Stil: das heutige Rathaus, vor dem wir jetzt stehen. Heute ist das Gut denkmalgeschützt. Der ehemalige Zier- und Nutzgarten hinter dem Haus steht nun als Stadtpark jedermann offen. Die Glöck selbst können Sie im Verlauf unserer Audio-Tour als weitere Station kennenlernen.

Zu unserer nächsten Station gehen Sie die Straße rauf, an der Kreuzung links und dann gleich halblinks die Bildstockhohl runter. Die Karte auf dieser Seite zeigt ihnen wo es lang geht.

Route zur nächsten Station:

Weingut Schmitt

Angekommen?

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Doch von vorne: Alles begann damit, dass der Mainzer Unternehmer Philipp-Josef Finck 1847 ein Schnäppchen machte: er kaufte an anderer Stelle in Nierstein sehr günstig ein Weingut. Er erwarb noch ein paar Weinberge hinzu und kaufte dann vom Grafen Buol-Schauenstein Niersteins Weinlage „Glöck“, die schon damals um 1850 als „Lage von europäischem Ruf“ angepriesen wurde. Und als findiger Geschäftsmann, der er war, machte Philip-Josef Finck seine Glöck-Weine zu einer Marke. Es gab ein eigenes Logo, einen Mythos und sogar ein Lied über die Glöck ließ er komponieren. Heute würde man sagen: gutes Image und schlaues Marketing – damals aber war das neu! Fincks Markenzeichen – ein kleiner Fink auf einer Glocke – ließ er sich patentieren und auf die Etiketten seiner Flaschen drucken. Und da die Glöck-Rieslinge zudem auch wirklich sehr gute Weine waren, verbuchte er einen Erfolg nach dem anderen. Zum Beispiel 1867 bei der Weltausstellung in Paris oder 1893 in Chicago. Fincks Glöck-Weine und sein unternehmerisches Geschick mehrten so auch den guten Ruf der Rheinhessenweine insgesamt in der ganzen Welt.
Nach dem Erwerb der Glöck ließ Finck ein neues Gutsgebäude errichten: eine herrschaftliche Dreiflügelanlage im klassizistischen Stil: das heutige Rathaus, vor dem wir jetzt stehen. Heute ist das Gut denkmalgeschützt. Der ehemalige Zier- und Nutzgarten hinter dem Haus steht nun als Stadtpark jedermann offen. Die Glöck selbst können Sie im Verlauf unserer Audio-Tour als weitere Station kennenlernen.

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