Evangelisches Pfarrhaus

Evangelisches Pfarrhaus (Anfang 18. Jhd.)

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Dieses prächtige Haus mit dem beeindruckenden Fachwerk könnte wie viele andere Häuser um den Marktplatz auch ein Adelshof sein, ist aber das evangelische Pfarrhaus und gehört zur Martinskirche.

Allerdings teilten sich zur Erbauungszeit des Hauses um 1700 tatsächlich Adel und Kirche – wie fast überall in Deutschland - auch hier in Nierstein Macht und Grundbesitz. Beide lenkten die Geschicke der Bürger gemeinsam und mehrten ihren Besitz durch die Verpachtung von Land.
Der Name „Tempelhof“ – so heißt das Areal hier neben der Kirche – verweist auf eine noch ältere Kirchengeschichte. Lange bevor das Pfarrhaus und seine Nachbargebäude errichtet wurden, stand hier einst wohl ein Hof des Templerordens. Der ist um 1253 hier in Nierstein urkundlich belegt. Der Templerorden war ein Ritterorden, der einst in Jerusalem gegründet worden war mit dem Ziel, das so genannte „Heilige Land“ (gegen die Muslime) zu verteidigen. Sie waren auf den christlichen Kreuzzügen eine Art „Eliteeinheit“ und direkt dem Papst unterstellt. Zu den Aufgaben der Ordensmitglieder gehörte es, Gewinne zur Finanzierung des Kampfes in Palästina zu erwirtschaften und weitere Männer anzuwerben. Es ist also durchaus denkbar, dass damals von hier von Nierstein aus Männer als Kreuzritter nach Jerusalem aufgebrochen sind.

Route zur nächsten Station:

Martinskirche

Angekommen?

Evangelisches Pfarrhaus
(Anfang 18. Jhd.)

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Dieses prächtige Haus mit dem beeindruckenden Fachwerk könnte wie viele andere Häuser um den Marktplatz auch ein Adelshof sein, ist aber das evangelische Pfarrhaus und gehört zur Martinskirche.

Allerdings teilten sich zur Erbauungszeit des Hauses um 1700 tatsächlich Adel und Kirche – wie fast überall in Deutschland - auch hier in Nierstein Macht und Grundbesitz. Beide lenkten die Geschicke der Bürger gemeinsam und mehrten ihren Besitz durch die Verpachtung von Land.
Der Name „Tempelhof“ – so heißt das Areal hier neben der Kirche – verweist auf eine noch ältere Kirchengeschichte. Lange bevor das Pfarrhaus und seine Nachbargebäude errichtet wurden, stand hier einst wohl ein Hof des Templerordens. Der ist um 1253 hier in Nierstein urkundlich belegt. Der Templerorden war ein Ritterorden, der einst in Jerusalem gegründet worden war mit dem Ziel, das so genannte „Heilige Land“ (gegen die Muslime) zu verteidigen. Sie waren auf den christlichen Kreuzzügen eine Art „Eliteeinheit“ und direkt dem Papst unterstellt. Zu den Aufgaben der Ordensmitglieder gehörte es, Gewinne zur Finanzierung des Kampfes in Palästina zu erwirtschaften und weitere Männer anzuwerben. Es ist also durchaus denkbar, dass damals von hier von Nierstein aus Männer als Kreuzritter nach Jerusalem aufgebrochen sind.

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