Reformierte Schule

Reformierte Schule, 18. Jhd.

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    • Niederländisch

Hier stehen wir vor der ehemaligen „Reformierten Schule“ Niersteins aus dem 18 Jahrhundert.

Auch wenn es der Name vermuten lässt, das hat nichts mit „Reformschule“ zu tun, also der Idee von kleinen Klassenstärken in großen Räumen, entdeckendem Lernen, kindlicher Entfaltung und so weiter. Nein, die Schüler, die hier um 1750 zur Schule gingen wurden wahrscheinlich genauso streng getriezt wie es damals üblich war. Also: Setzen! Stillhalten! Wachstafel raus!
 „Och nö!“

Der Zusatz „Reformierte“ Schule hängt zusammen mit der „reformieren Kirche“, also jenen Protestanten, die sich streng nach den Lehren Calvins und Zwinglis hielten – und auch die Kinder in diesem Sinne erzogen. Die reformierten Protestanten waren zum Beispiel für ein striktes Bilderverbot in Kirchen. Alle Aufmerksamkeit sollte dem Wort (!) Gottes gelten. Wechselte eine Gemeinde zur reformierten Konfession, wurden Bilder und Figuren nicht selten brachial aus den Kirchen entfernt. Verzierte Taufsteine wurden rausgerissen und als Blumenkübel verwendet. Der Altar war nicht mehr das Heiligtum einer Kirche, sondern diente einfach nur als Tisch.

Die Gegenströmung der Reformierten in der evangelischen Kirche war die lutherische Kirche, die die Lehre Luthers vertrat. Auch sie hatte hier in Nierstein ein eigenes Schulhaus, das in der Rheinstraße stand und an dem unsere „Nierstein Tour 2“ Station macht.

Die nächste Station finden Sie gleich links nebenan: das Gebäude mit dem hölzernen Vorbau: die alte Schmiede.

Route zur nächsten Station:

Alte Schmiede

Angekommen?

Reformierte Schule, 18. Jhd.

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Hier stehen wir vor der ehemaligen „Reformierten Schule“ Niersteins aus dem 18 Jahrhundert.

Auch wenn es der Name vermuten lässt, das hat nichts mit „Reformschule“ zu tun, also der Idee von kleinen Klassenstärken in großen Räumen, entdeckendem Lernen, kindlicher Entfaltung und so weiter. Nein, die Schüler, die hier um 1750 zur Schule gingen wurden wahrscheinlich genauso streng getriezt wie es damals üblich war. Also: Setzen! Stillhalten! Wachstafel raus!
 „Och nö!“

Der Zusatz „Reformierte“ Schule hängt zusammen mit der „reformieren Kirche“, also jenen Protestanten, die sich streng nach den Lehren Calvins und Zwinglis hielten – und auch die Kinder in diesem Sinne erzogen. Die reformierten Protestanten waren zum Beispiel für ein striktes Bilderverbot in Kirchen. Alle Aufmerksamkeit sollte dem Wort (!) Gottes gelten. Wechselte eine Gemeinde zur reformierten Konfession, wurden Bilder und Figuren nicht selten brachial aus den Kirchen entfernt. Verzierte Taufsteine wurden rausgerissen und als Blumenkübel verwendet. Der Altar war nicht mehr das Heiligtum einer Kirche, sondern diente einfach nur als Tisch.

Die Gegenströmung der Reformierten in der evangelischen Kirche war die lutherische Kirche, die die Lehre Luthers vertrat. Auch sie hatte hier in Nierstein ein eigenes Schulhaus, das in der Rheinstraße stand und an dem unsere „Nierstein Tour 2“ Station macht.

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