Schlossturm

Schlossturm Schwabsburg,
12. Jhd.

  • Deutsch
    • Englisch
    • Französisch
    • Niederländisch

Wir gehen zurück ins 13. Jahrhundert.

Der Staufer König Friedrich II, Enkel des legendären Kaiser Friedrich Barbarossa, regiert das Heilige Römische Reich. Ein Reich, so groß, dass es von sich Deutschland bis nach Süditalien erstreckt. Friedrich demonstriert seine Macht und die Größe seines Reiches, indem er viele Burgen in einer ganz bestimmten Architektur bauen lässt. Ob in Sizilien oder in Deutschland: seine Bauwerke sind von ähnlicher Qualität und Machart und meist in eindrucksvollen Quaderblöcken errichtet. Genau in dieser Zeit entsteht hier an dieser Stelle auch die Schwabsburg, die der Gemeinde ihren Namen gibt. Einige alte Dokumente sprechen nicht nur von einer Burg, sondern gar von einem „Schloss Schwabsburg“. Dazu Hans-Peter Hexemer vom Geschichtsverein Nierstein:

[ZOOM 34 / 02:52] Es war eine schlossähnliche Anlage. Es gibt ja Zeichnungen, die diese Anlage rekonstruieren, und da sieht man, dass eben wirklich das ganze Plateau bebaut war, rund um diesen Turm. Und die Schlossanlage ist zu seinerzeit sicher auch so genutzt worden. Wir müssen uns ein großes, mächtiges, bedeutendes Gebäude vorstellen, wir dürfen nicht nur schauen auf den Schlossturm, der im Grunde genommen vielleicht nur 10% der Anlage repräsentiert.
Während der Jahrhunderte wechselte die Burg oft Ihre Besitzer, wurde verpfändet und belehnt, vererbt und getauscht, wie es im Mittelalter eben üblich war. Im Spätmittelalter gab es auch Verbindungen zur Burg Landskron in Oppenheim, mit der man via optischer Signale über den Niersteiner Warttum kommunizieren konnte.
Wann und warum genau die Burg aufgeben wurde, ist heute nicht mehr bekannt. Auf einem im Jahr 1645 veröffentlichten Kupferstich von Matthäus Merian ist die Schwabsburg bereits als Ruine zu sehen.
Irgendwann sind solche Gebäude auch verfallen oder von den Menschen, die da drum herum gewohnt haben, dazu genutzt worden, sich selbst Baumaterial zu beschaffen. Wer mal genau schaut, der wird sicher ganz bestimmt in Schwabsburg den einen oder anderen Quader, der in der Burg verbaut war, in einem Profangebäude finden.
Und damit wäre die Burg sozusagen heute im Besitz des Volkes – eine steinerne Demokratisierung, sozusagen. Und das kann ja nicht schlecht sein…

Falls Sie Lust haben, noch mehr historische Orte von Schwabsburg kennenzulernen, machen Sie doch unsere KulTour durch Schwabsburg! Die beginnt genau hier!

Warum trugen die Schwabsburger früher Ihr Essen durch die Straßen? Warum war Schwabsburg wichtig für das Kartäuserkloster in Mainz? Und wo klapperte hier einst die Mühle am rauschenden Bach? Kommen Sie mit! Wir erzählen es Ihnen unterwegs! Die Karte unten auf der Website auf Ihrem Smartphone zeigt Ihnen, wo es lang geht! Für unsere kleine kulTour durch Schwabsburg mit fünf Stationen brauchen Sie zu Fuß rund eine Dreiviertelstunde.
Übrigens gibt es auch spannende historische Touren durch Nierstein! Die erste beginnt bei den alten Adelshöfen am Niersteiner Marktplatz. Auch dort lohnt sich ein Besuch!

Route zur nächsten Station:

Hofanlage

Angekommen?

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Der Staufer König Friedrich II, Enkel des legendären Kaiser Friedrich Barbarossa, regiert das Heilige Römische Reich. Ein Reich, so groß, dass es von sich Deutschland bis nach Süditalien erstreckt. Friedrich demonstriert seine Macht und die Größe seines Reiches, indem er viele Burgen in einer ganz bestimmten Architektur bauen lässt. Ob in Sizilien oder in Deutschland: seine Bauwerke sind von ähnlicher Qualität und Machart und meist in eindrucksvollen Quaderblöcken errichtet. Genau in dieser Zeit entsteht hier an dieser Stelle auch die Schwabsburg, die der Gemeinde ihren Namen gibt. Einige alte Dokumente sprechen nicht nur von einer Burg, sondern gar von einem „Schloss Schwabsburg“. Dazu Hans-Peter Hexemer vom Geschichtsverein Nierstein:

[ZOOM 34 / 02:52] Es war eine schlossähnliche Anlage. Es gibt ja Zeichnungen, die diese Anlage rekonstruieren, und da sieht man, dass eben wirklich das ganze Plateau bebaut war, rund um diesen Turm. Und die Schlossanlage ist zu seinerzeit sicher auch so genutzt worden. Wir müssen uns ein großes, mächtiges, bedeutendes Gebäude vorstellen, wir dürfen nicht nur schauen auf den Schlossturm, der im Grunde genommen vielleicht nur 10% der Anlage repräsentiert.
Während der Jahrhunderte wechselte die Burg oft Ihre Besitzer, wurde verpfändet und belehnt, vererbt und getauscht, wie es im Mittelalter eben üblich war. Im Spätmittelalter gab es auch Verbindungen zur Burg Landskron in Oppenheim, mit der man via optischer Signale über den Niersteiner Warttum kommunizieren konnte.
Wann und warum genau die Burg aufgeben wurde, ist heute nicht mehr bekannt. Auf einem im Jahr 1645 veröffentlichten Kupferstich von Matthäus Merian ist die Schwabsburg bereits als Ruine zu sehen.
Irgendwann sind solche Gebäude auch verfallen oder von den Menschen, die da drum herum gewohnt haben, dazu genutzt worden, sich selbst Baumaterial zu beschaffen. Wer mal genau schaut, der wird sicher ganz bestimmt in Schwabsburg den einen oder anderen Quader, der in der Burg verbaut war, in einem Profangebäude finden.
Und damit wäre die Burg sozusagen heute im Besitz des Volkes – eine steinerne Demokratisierung, sozusagen. Und das kann ja nicht schlecht sein…

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Warum trugen die Schwabsburger früher Ihr Essen durch die Straßen? Warum war Schwabsburg wichtig für das Kartäuserkloster in Mainz? Und wo klapperte hier einst die Mühle am rauschenden Bach? Kommen Sie mit! Wir erzählen es Ihnen unterwegs! Die Karte unten auf der Website auf Ihrem Smartphone zeigt Ihnen, wo es lang geht! Für unsere kleine kulTour durch Schwabsburg mit fünf Stationen brauchen Sie zu Fuß rund eine Dreiviertelstunde.
Übrigens gibt es auch spannende historische Touren durch Nierstein! Die erste beginnt bei den alten Adelshöfen am Niersteiner Marktplatz. Auch dort lohnt sich ein Besuch!

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