Sironabad

Sironabad

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Wir schreiben das Jahr 100 nach Christus.
 
Die Römerin Julia Frontina betritt die Badehalle nahe der römischen Siedlung Boconica. Julia ist gesundheitlich angeschlagen und bittet die Göttin Sirona um Beistand. Die Römerin hofft, dass das Wasser der heiligen Quelle ihr helfen wird. 
OT Hans-Peter Hexemer, Geschichtsverein Nierstein
Die Römer sind ja in Rheinhessen sehr stark vertreten gewesen und Mainz und Worms waren große römische Siedlungen. Zwischen Mainz und Worms gab es die Siedlung Bucconica, ein Militärlager. Die Römer haben die Quellen entdeckt und sie waren von der lindernden heilenden Kraft des Wassers überzeugt. 
Das Heilwasser fließt hier heute noch, gespeist aus zwei Süßwasser und zwei Schwefelquellen. Moderne Analysen haben ergeben, dass der hohe Mineralienanteil darin wirklich heilende Wirkung haben kann, etwa bei Asthma, Rheuma oder Gicht. Der Römerin Julia hat das Quellwasser offenbar geholfen. Sie stiftete einen Votivstein auf dem steht: „Dem Gott Apollo und der Sirona erfüllt Julia Frontina ihr Gelübde freudig und nach Gebühr.“
Mit dem Ende der Römerzeit geriet auch die Quelle in einen Dornröschenschlaf. Über 1.500€ Jahre lang.
OT Hans-Peter Hexemer, Geschichtsverein Nierstein
Die Quelle ist wiederentdeckt worden, weil ein Wissenschaftler am Rhein den Geruch von schwefeligem Wasser wahrgenommen hat. Es ist ein toller Zufall, dass dann aufgrund dessen die Quelle wiederentdeckt worden ist und unter der Herrschaft der Franzosen 1803 die Stadt diese Quelle an einen Belgier verpachtet hat. Martin van der Velden. Und ab da ist das Sirona-Bad wieder genutzt und zugänglich gewesen.  

Van der Velden ließ die Sirona-Quellen neu einfassen und begann das Heilwasser zu vermarkten. Steintafeln zeugen noch von der Zeit unter der Franzosenherrschaft.
OT Hans-Peter Hexemer, Geschichtsverein Nierstein
In der heutigen Form hat es ein weiterer Besitzer umgebaut in der Mitte nämlich der Mainzer Stadtrat Pfeifer Mitte des des 19. Jahrhunderts.  
 
Der Mainzer Stadtrat baute die Anlage für den Kurbetrieb weiter aus. Die Badehalle und Brunnen ließ er nach römischem Vorbild erneuern und dazu Unterkünfte für Kurzgäste bauen. 
Im 20: Jahrhundert war der Markenname „Sirona“ ein fester Begriff in der Küche: das Wasser wurde für Produktion einer speziellen Speisestärke genutzt. Rechnungen von Anfang 1900 belegen, dass die Sirona-Werke Ihre Produkte international vermarkteten. 
Heute ist es wieder ruhiger geworden um das Quellheiligtum tief unter der Erde. Die ganze Anlage steht unter Denkmalschutz. Doch in einer stillen Ecke wacht die heilige Sirona noch immer über ein kleines Reich mit den heilenden Quellen.

Route zum Sironabad:

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Die Römerin Julia Frontina betritt die Badehalle nahe der römischen Siedlung Boconica. Julia ist gesundheitlich angeschlagen und bittet die Göttin Sirona um Beistand. Die Römerin hofft, dass das Wasser der heiligen Quelle ihr helfen wird. 
OT Hans-Peter Hexemer, Geschichtsverein Nierstein
Die Römer sind ja in Rheinhessen sehr stark vertreten gewesen und Mainz und Worms waren große römische Siedlungen. Zwischen Mainz und Worms gab es die Siedlung Bucconica, ein Militärlager. Die Römer haben die Quellen entdeckt und sie waren von der lindernden heilenden Kraft des Wassers überzeugt. 
Das Heilwasser fließt hier heute noch, gespeist aus zwei Süßwasser und zwei Schwefelquellen. Moderne Analysen haben ergeben, dass der hohe Mineralienanteil darin wirklich heilende Wirkung haben kann, etwa bei Asthma, Rheuma oder Gicht. Der Römerin Julia hat das Quellwasser offenbar geholfen. Sie stiftete einen Votivstein auf dem steht: „Dem Gott Apollo und der Sirona erfüllt Julia Frontina ihr Gelübde freudig und nach Gebühr.“
Mit dem Ende der Römerzeit geriet auch die Quelle in einen Dornröschenschlaf. Über 1.500€ Jahre lang.
OT Hans-Peter Hexemer, Geschichtsverein Nierstein
Die Quelle ist wiederentdeckt worden, weil ein Wissenschaftler am Rhein den Geruch von schwefeligem Wasser wahrgenommen hat. Es ist ein toller Zufall, dass dann aufgrund dessen die Quelle wiederentdeckt worden ist und unter der Herrschaft der Franzosen 1803 die Stadt diese Quelle an einen Belgier verpachtet hat. Martin van der Velden. Und ab da ist das Sirona-Bad wieder genutzt und zugänglich gewesen.  

Van der Velden ließ die Sirona-Quellen neu einfassen und begann das Heilwasser zu vermarkten. Steintafeln zeugen noch von der Zeit unter der Franzosenherrschaft.
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In der heutigen Form hat es ein weiterer Besitzer umgebaut in der Mitte nämlich der Mainzer Stadtrat Pfeifer Mitte des des 19. Jahrhunderts.  
 
Der Mainzer Stadtrat baute die Anlage für den Kurbetrieb weiter aus. Die Badehalle und Brunnen ließ er nach römischem Vorbild erneuern und dazu Unterkünfte für Kurzgäste bauen. 
Im 20: Jahrhundert war der Markenname „Sirona“ ein fester Begriff in der Küche: das Wasser wurde für Produktion einer speziellen Speisestärke genutzt. Rechnungen von Anfang 1900 belegen, dass die Sirona-Werke Ihre Produkte international vermarkteten. 
Heute ist es wieder ruhiger geworden um das Quellheiligtum tief unter der Erde. Die ganze Anlage steht unter Denkmalschutz. Doch in einer stillen Ecke wacht die heilige Sirona noch immer über ein kleines Reich mit den heilenden Quellen.

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